Das EOW-Gelände

ISEK – Weimar 2030

Am 12.Oktober 2011 wurde das Integrierte Stadtentwicklungskonzept „Weimar 2030“ mit großer Mehrheit durch den Stadtrat beschlossen. Das EOW-Gelände wird mehrfach erwähnt. Hier ein paar Ausschnitte:

C – Handlungsfelder

C – 9 Landschaft

„Die Entwicklung von Naturräumen kann auch durch den Rückbau störender Einbauten und die Renaturierung nicht mehr benötigter Flächen erfolgen: Als Ziel im Stadtentwicklungsplan von 1994 ist die Sicherung und gestalterische Aufwertung des Ilmtales als wichtigster Grünraum in der Stadt formuliert. Mit dem Ausbau und der Sanierung des Fuß- und Radweges zwischen dem Park an der Ilm und dem Ortsteil Taubach wurde die Verbindung zwischen den in der Stadt gelegenen Grünflächen und den Landschaftsräumen im Bereich des Ilmtales verbessert. Der realisierte Rückbau von Gewerbebauten und provisorischen Schulgebäuden am Steinbrückenweg hat ebenso zur Umsetzung dieses Zieles beigetragen. Im Bereich des ehemaligen EOW-Geländes südlich des Steinbrückenweges sind die Renaturierungsmaßnahmen allerdings noch nicht abgeschlossen. Die Fortsetzung der Renaturierung der ilmnahen  Bereiche ist auch unter dem Gesichtspunkt der häufiger werdenden Hochwasserereignisse weiterhin Ziel der Stadtentwicklung. Mit der Aufnahme des EOW-Geländes in den regionalen Ausgleichsflächenpool der Impulsregion besteht die Chance, die Umsetzung des Projektes voranzutreiben.“

C – 11 Gewerbe

„Um gestörte naturräumliche Situationen zu beheben, wurde im Stadtentwicklungsplan von 1994 auch der Rückbau von bestehenden Gewerbeflächen vorgeschlagen. Das betraf zum einen das zwischen Oberweimar und der Belvederer Allee gelegene ehemalige EOW-Gelände und zum anderen die Gewerbeflächen am Asbach westlich der Berkaer Bahn, nördlich der Schwanseestraße. Ein Teil des EOW-Geländes wurde bereits renaturiert. Das auch im Flächennutzungsplan verankerte Ziel der Aufweitung und Renaturierung des Asbachgrünzuges südlich des Wohngebietes Weimar-West konnte noch nicht umgesetzt werden.“

 

„Neben der Bedeutung für die Naherholung sind diese Grünzüge als Hauptfrischluftschneisen gleichzeitig für das Innenstadtklima von besonderer Relevanz. Vor diesem Hintergrund besteht ein wesentlicher Planungsgrundsatz darin, diese Bereiche von Bebauung freizuhalten oder durch Rückbau und Renaturierung in ihrer Funktionsfähigkeit zu verbessern (vgl. Kap. C-1 Stadtentwicklung in Weimar seit 1994; eine Bilanz). Im Bereich des Asbachgrünzuges sieht der Flächennutzungsplan z.B. vor, den grünen Korridor zwischen dem Wohngebiet Weimar-West und dem Gewerbegebiet West aufzuweiten, damit die an den Hängen des Ettersberges entstehende Kaltluft möglichst ungehindert in die Innenstadt fließen kann. Ein anderes, in Teilen bereits umgesetztes Beispiel ist der Rückbau gewerblicher Bauten und Anlagen in der Ilmaue (EOW-Gelände). Schließlich stellen die Grünzüge auch wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen dar und spielen daher im Hinblick auf den Naturschutz eine zentrale Rolle. Der überwiegende Teil der schutzwürdigen Arten in Weimar ist in diesem Grünzug beheimatet.“